Innenentwicklung vor Außenentwicklung
so die klare Vorgabe der Region Stuttgart. Bisher vollzog sich die Stadtentwicklung überwiegend durch Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete an den Ortsrändern. Zukünftig wird dies nur noch in geringerem Umfang der Fall sein. Deshalb gewinnt die Innenenwicklung an Bedeutung.
Zunächst ist ein qualifiziertes Freiflächen- / Baulückenverzeichnis nötig (Ziel: “Flächenmanagement”). Sukzessive ist dann ein “Masterplan” Stadtentwicklung zu erstellen, in dem Prioritäten festgeschrieben werden, in welchem Quartier “was” möglich ist, ggf. bis hin zu neuen Bebauungsplänen.
Die Stadt wird hier künftig eine aktivere Rolle einnehmen müssen. Dies nicht “über die Köpfe der Bürger hinweg”, sondern die beteiligten Bürger müssen frühzeitig in den Meinungsbildungsprozess mit einzubezogen werden.
Allein das Argument “wir haben kein Geld”, darf uns nicht davon abhalten, Perspektiven “über den Tag hinaus” zu erarbeiten. Sonst vergeben wir die Chancen die so ein “Entwicklungsprozess” auch für die Stadt und ihre Bürger bietet (Teilbereich sind: Wohnqualität, Gewerbe, Mobilität/Verkehr/Lärmschutz, soziale Einrichtungen, Ökologie, Rathausumbau oder Neubau (?), Zukunft Urmenschmuseum)

neuer Parkplatz auf dem "Schnaidt-Gelände"
Wenn man sieht, wie schön der “Klosterparkplatz” jetzt hergerichtet ist und auch gerne benutzt wird, so vergisst man fast, dass auch dieser Platz mal überbaut werden sollte und die Parkmöglichkeit nur als “Provisorium” vorgesehen war. Nach dem Kauf des Schnaidt-Areals wird auch auf diesem Grundstück “vorläufig” ein Parkplatz angelegt. Diese Entscheidung halte ich für richtig, die Stadt gewinnt dadurch Handlungsspielraum. Allerdings führt es auch vor Augen, wie wichtig ein Stadtentwicklungskonzept ist, denn auf “jeder” stadteigenen Freifläche einen Parkplatz anzulegen, kann nur eine vorläufige Lösung sein.
Teilen!
