Kennen Sie die WHID-Frage? Bürgerbeteiligung wird nun auch in Steinheim praktiziert

IST30SthZoll ( Plandatei /Verfasser: Zoll Architekten+Stadtplaner)

„Stellen Sie sich die WHID-Frage!“ So Prof. Dr. Reschl in seinem Eingangstatement gestern in der Erich-Kästner-Realschule bei der Auftaktveranstaltung zu den Planungswertstätten zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Steinheim 2030. „Was Habe Ich Davon?“ Mit dieser Motivationsfrage will der Stadtplaner aus Stuttgart die Steinheimer zum Mitmachen gewinnen! Nach der Begrüßung durch BM Rosner stellten die zahlreich versammelten Experten auf dem Podium die Ergebnisse der im Frühjahr durchgeführten Umfrage vor. 3 Bereiche gilt es abzuarbeiten, so Prof. Reschl:
1. Auswirkungen der Demografie
2. Strukturwandel der Wirtschaft (Globalisierung)
3. ökologische Herausforderungen
Die angesetzten 2 Stunden erwiesen sich als zu knapp um alle Bereich zu erläutern, die in der Umfrage angesprochen wurden. Gut 20 Bürger waren der Einladung zur Bürgerbeteiligung gefolgt, es gibt also noch freie Plätze in den Planungswerkstätten am 6.+9.+20.11.13
„Hätte man das Ergebnis der Umfrage / die Folien nicht zuvor veröffentlichen können, heute bin ich ob der Flut an Information überfordert alles aufzunehmen …“ so die Kritik eines älteren Bürgers. „Sind die Zahlen zur Verkehrsbelastung aktuell, wann /wie wurden sie erhoben?“ So Fragen aus dem Publikum. Die Verkehrsbelastung wird als drängend empfunden. „Was geschieht mit dem Ergebnis in den Bürger-Planungswerkstätten, werden die Ergebnisse umgesetzt?“ Sie werden in jedem Fall protokolliert, so versicherte Prof. Reschl. Letztlich werden die Ergebnisse in den Gemeinderat eingebracht, der wird Prioritäten setzten und eine Zeitschiene beschließen.
Bürgermeister Rosner gab in seinem Schlusswort zu bedenken, dass eine Stadt „nie fertig gebaut“ sei, in Steinheim aber Fortschritte durchaus sichtbar seien, z.B. mit dem Kinderhaus, oder dem Kreisverkehr am Bahnhöfle sowie die beschlossene sektorale Breitbandverkabelung. Architekt und Stadtplaner Zoll erinnerte daran, dass man den Plan bewusst Stadtentwicklungskonzept 2030 nenne. Nach ca. 10 Jahren sei eine Fortschreibung des Stadtkonzeptes angebracht.
Die von den Stadtplanern erstellen Planfolien und Anregungen werden zeitnah in geeigneter Form veröffentlicht, so BM Rosner. Mit der „Hausaufgabe“ (der Veranstaltungsort Schule lässt grüßen!) eine persönliche „Visitenkarte“ seiner eigenen Steinheim-Sicht zu entwerfen, wurde der Info-Abend beendet. Mit grünen und roten Punkten durfte man seinen beliebtesten / unbeliebtesten Platz in Steinheim / Höpfigheim / Kleinbottwar auf dem Stadtplan markieren.

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